1.1 Der Weg zu uns

Das Evangelium kommt zu jedem Menschen auf ähnlichen und doch auch immer anderen Wegen. In den europäischen Ländern haben fast alle einmal zu hören bekommen, dass ein Gott lebt, der die Menschen lieb hat. Viele haben von ihren Eltern oder ihren Grosseltern oder von einer Sonntagsschullehrerin gelernt, dass sie vertaruensvoll zu Gott beten dürfen. Oft wird aber nicht weiter erklärt, aus welchen Gründen das so ist. Und oft wird gesagt, es sei gar nicht wahr, es gebe gar keinen Gott, der Gebete hört und liebevoll auf die antwortet.
Darum ist es nützlich, sich klar zu machen,
a) von wem man persönlich welche Informationen erhalten und sich zu Herzen genommen hat; und
b) wie überhaupt diese Botschaft zu unseren Völkern gekommen ist, und was sie gebracht und verändert hat.
Denn sie ist nicht aus der Luft gegriffen. Sondern sie ist zu uns gesandt worden von Jesus, dem jüdischen Prediger und Wundertäter, in dem seine Schüler den Messias, den Christus ihres Volkes erkannt haben.
Dazu kann man sich zwei, drei ganz einfache Fragen stellen:
Von wem hast du gehört?
(In der Regel antworten die Jugendlichen: Von einem lieben Gott haben mir die Eltern, allenfalls die Grosseltern gesagt. Davon, dass er sich in Jesus Christus offenbart hat, habe ich von der Sonntagsschullehrerin oder dem Pfarrer gehört. Das gibt Anlass, darüber nachzudenken, aus welchen Gründen die Rede von einem lieben Gott möglich ist – im Angesicht der Welt, wie sie ist.)

Die alte germanische Sage von Siegfried, dem Drachentöter, erzählt anschaulich, wie  die Menschen sich als Gefangene der Schicksalsmächte und der undurchdringlichen Schuldverstrickung erfahren haben, ohne einen Gott, der über dem Schicksal steht und ihre Schuld vergeben und wegnehmen kann.
Wir können kann noch nachempfinden, wie befreiend die Botschaft des Evangeliums gewirkt hat. Das Wessobrunner Gebet lässt uns etwas davon zu Herzen gehen: Da war doch der eine, allmächtige Gott – und bei ihm „der Männer mildester“. Ebenso zeigt der „Taufstein Dänemarks“, wie Jesus Christus in den Schicksalsbaum gekreuzigt wird, und die Menschen aus dieser Verstrickung zu erlösen.

jellingstein_normal  Der Runenstein in Jelling, 985, zum Ausdruck

Wie es zu und her gehen konnte, dass ein ganzes Volk auf das Evangelium Evangelium zu hören begann, wird uns von den Isländern erzählt. Im Jahr 999 wurde vom Alting beschlossen, dass fortan Jesus Christus der Lehrer und höchste Herr aller Isländer sein solle. Durch was für ein urtümliches und dramatisches Geschehen es dazu kam. erzählt der Geschichtsforscher Ekkehard Eickhoff: Die Isländer werden getauft.

Todd Beamer Viele sind seither getröstet und ermutigt worden durch das Vertrauen auf Gott. Einer von ihnen ist der amerikanische Familienvater Todd Beamer, der sich am 11.September 2001 gegen die Flugzeugentführer zur Wehr gesetzt hat: Todd Beamer, 11.9.2001.
(Die dramatische Geschichte ist in Hollywood verfilmt worden: Flight 93.)