1.1 Der Weg zu uns

Die Botschaft, die grosse Hoffnungen weckt

Von Mund zu Mund ist das Evangelium zu uns gekommen: die Botschaft, dass ein Gott ist, der uns Menschen liebt. Als Predigt und Lehre, als ein ermutigendes Wort und eine scharfe Mahnung, als eine umstrittene Behauptung und eine tröstende Zusage – in vielen Formen ist diese Botschaft von einer Generation zur anderen weitergegangen. Wir haben es nicht erlebt. Niemand hat es erahnt und sich ausgedacht. Es ist uns verkündet worden: wir können auf Gott vertrauen. Er hat die Welt schön erschaffen. Er will unser Helfer und Heiland werden.

Wir müssen keine blutigen Opfer bringen wie unsere Vorfahren. Wir müssen nicht selber unsere Ehre rächen und unser Recht beweisen. Wir müssen uns nicht fürchten vor den unheimlichen Mächten. Über dem Schicksal, über den Möglichkeiten von Treubruch und Verrat, über all dem, was uns ängstet, steht Gott, der uns liebt.

Von wem hast du von der Liebe Gottes gehört?

Das Evangelium hat hohe Erwartungen unter uns Menschen geweckt. Wir möchten eine Welt, in der Frieden zwischen den Menschen und Völkern herrscht. Auch die Tiere sollen nicht leiden. Wir möchten, dass jeder Mensch frei ist, sein Glück zu erstreben. Wir möchten nicht leeren Schein. Wir möchten eine Familie und Freunde finden, mit denen wir das Gute teilen können, so dass es wirklich gut ist. Ja, wir möchten mehr als die grossen Weisheitslehrer für menschenwürdig und möglich gehalten haben: Wir möchten die Feindschaft der Feinde mit Gutem überwinden.

Von so Hohem und Gutem redet das Evangelium.

Ist das realistisch? Lohnt es sich, darauf zu achten?

Der eine Grund des Glaubens: Jesus

Solche Fragen gehen über alles hinaus, was ein Mensch wissen kann. Dass wir sie dennoch stellen und eine wohl begründete Antwort zu finden hoffen, haben wir Einem zu verdanken: Jesus von Nazareth. Er hat vor 2000 Jahren in Galiläa gelebt. Dort hat er mit geheimnisvoll einfachen Worten vom Königreich Gottes gepredigt, hat Kranke gesund gemacht und den Menschen geduldig geholfen. Viele sind ihm nachgefolgt und haben von ihm alles Gute erhofft. Sie haben erlebt, wie er als Gotteslästerer und politischer Aufrührer zum schrecklichen Tod am Kreuz verurteilt worden ist. Sie haben gesehen, wie man ihn tot ins Grab gelegt hat. Aber dann haben sie sein Grab leer gefunden. Sie sind ihm wieder begegnet und haben es zuletzt glauben müssen: Er ist auferstanden. Er lebt und ist weiter am Werk. Er hat seine Gesandten hinausgeschickt zu allen Völkern. Auch zu uns sind sie gekommen.

So bist jetzt auch du gefragt: Glaubst du an Jesus? Kannst du seiner Zusage vertrauen? Ist er es dir wert, dass du auf ihn hörst? Er sagt vieles, das uns nicht möglich und nötig scheint. Von Anfang an hat sein Wort auch Zweifel geweckt. Aber er will nicht, dass wir an unseren Zweifeln hangen bleiben. Aus allen Ängsten will er uns ins Leben leiten.

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